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Zunächst mal ein paar Statistikdaten, die sehr interessant sind:

Flagge Paraguays
Wappen Paraguays
Flagge Wappen
Wahlspruch: Paz y justicia
(span. „Frieden und Gerechtigkeit“)
Amtssprache Spanisch, Guaraní
Hauptstadt Asunción
Staatsform Präsidialrepublik
Staatsoberhaupt und Regierungschef Fernando Armindo Lugo Méndez
Fläche 406.752 km²
Einwohnerzahl 6.669.086 (Quelle: CIA 2007)
Bevölkerungsdichte 16 Einwohner pro km²
BIP nominal (2007)[1] 10.870 Mio. US$ (112.)
BIP/Einwohner 1.802 US$ (117.)
HDI 0,755 (95.)
Währung Guaraní
Nationalhymne Paraguayos, República o muerte
Nationalfeiertag 15. Mai (Unabhängigkeit von Spanien am 14./15. Mai 1811)
Zeitzone UTC−4
Kfz-Kennzeichen PY
Internet-TLD .py /.com.py /.net.py /.org.py /.edu.py
Telefonvorwahl +595
Quelle:Wikipedia

 

 

Paraguay ist neben Bolivien der einzige Binnenstaat Südamerikas. Im Nordwesten und Norden grenzt es an Bolivien, im Osten an Brasilien und im Süden und im Westen an Argentinien. Mit einem Staatsgebiet von knapp 407.000 km² ist das Land ungefähr so groß wie Deutschland und die Schweiz zusammengenommen.

 

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Der Río Paraguay durchfließt das Land von Norden nach Süden und gliedert es in zwei naturräumliche Teile, den dünn besiedelten Gran Chaco im Westen, der etwa 60 Prozent der Landesfläche einnimmt und den Oriente, die Ostregion, in der über 97 Prozent der Bevölkerung lebt. Der Gran Chaco ist eine schwach nach Osten geneigte, von 100 Meter im Sumpfland am Río Paraguay allmählich auf 450 Meter am Fuß der Anden ansteigende quartärzeitliche Aufschüttungsebene mit einheitlichem Landschaftscharakter. Östlich des Río Paraguay erstreckt sich ein in der Cordillera de Caaguazu bis zu 700 Meter hohes subtropisches Tafel- und Bergland, das zu dem von paläozoischen und mesozoischen Sedimenten und mächtigen Basaltdecken, den so genannten Paraná-Basalten, bedeckten, präkambrischen Brasilianischen Schild gehört. Es bricht in einer Stufe zur fruchtbaren Paraná-Paraguay-Senke ab, in deren südlichem Teil sich weite Sumpf- und Überschwemmungsgebiete erstrecken.

 

 

Datei:Klima asuncion.png

 

 

Knapp 90 Prozent der Bevölkerung sind Paraguayer, in der Mehrzahl Mestizen, die aus der im wesentlichen vom 16. bis zum 18. Jahrhundert erfolgten Verbindung von Guaraní-Indianerinnen mit spanischen Einwanderern hervorgegangen sind. Sporadisch, insbesondere Anfang des 20. Jahrhunderts, kam es zu Einwanderungsschüben aus Europa, sowie aus den Nachbarländern Brasilien und Argentinien. Es gibt regional bedeutende Minderheiten von Europäern und indigenen Völkern, unter denen die Guaraní die bedeutendste Gruppe sind. Ihre Sprache (Guaraní), die auch von 80 Prozent der nicht indigenen Bevölkerung gesprochen wird, hat laut der Verfassung von 1992 neben Spanisch offiziellen Status. Heute zählt man vier Stämme zur Guarani-Tupi-Gruppe: Die Ava-Guarani, die Pa'i tavyterä (Caiuá), die Mby'a und die Aché. Die vergleichsweise wenigen schwarzafrikanischen Sklaven, die nach Paraguay kamen, sind heute mittlerweile fast völlig mit den übrigen Bevölkerungsgruppen vermischt.

Es gibt 1000 bis 1200 Aché-Indianer im subtropischen Osten. Sie gelten als Nachkommen der einstigen Urbevölkerung Ostparaguays. Um 500 v. Chr. wanderten Guarani-Gruppen aus dem Amazonasgebiet ein, besetzten die an den Flussniederungen liegenden Gebiete, legten dort ihre Pflanzungen an und verdrängten die Vorfahren der Aché in die höher gelegenen Waldgebiete.